Einleitung
Das Dokument hebt die Bedeutung von betriebseigenem Futter hervor, insbesondere in Zeiten niedriger Verkaufserlöse von tierischen Produkten. Es behandelt Herausforderungen wie unvorhersehbares Wetter und effektive Ernteketten und stellt BASF-Lösungen zur Optimierung des Nährstoffgehalts und der Futterqualität vor.
Bedeutung der Futterhygiene
Futterhygiene ist unerlässlich, um Verderb und Toxinbildung zu verhindern, die zu einer verminderten Tierleistung und Krankheiten führen können. Eine Säurebehandlung wird empfohlen, um die Mikrobenpopulationen zu reduzieren, insbesondere für Zuchtsauen, Ferkel und Flüssigfutter.
Vorteile der Konservierung
Die Konservierung erzeugt keimarmes, hygienisch sicheres Futter, stabilisiert die Tierverdauung und fördert die Futteraufnahme. Propionsäure, ein natürliches Konservierungsmittel, hemmt Pilze, Hefen und Bakterien und verhindert so Verderb und Mykotoxinbildung.
Produkte zur Konservierung
BASF bietet Produkte wie Luprosil® und Amasil® zur Futterkonservierung an, die Propionsäure und Ameisensäure enthalten. Diese erfordern aufgrund ihrer ätzenden Natur eine sorgfältige Handhabung, wobei Empfehlungen zur Auswahl geeigneter Produkte basierend auf den Konservierungsbedürfnissen gegeben werden.
Technik der Getreidekonservierung
Das Dokument beschreibt Techniken zur Anwendung von Luprosil® auf feuchtes Getreide, zur Lagerung von konserviertem Getreide und dessen Verarbeitung. Es behandelt auch die Konservierung von gequetschtem Getreide mit Säureprodukten.
Dosierungsempfehlungen zur Konservierung
Spezifische Dosierungen werden für die Konservierung verschiedener Kulturen, Mischfutter und Futtermischungen empfohlen, einschließlich der Stabilisierung von Flüssigfutter und der Ansäuerung von Trinkwasser.
Einsatz von organischen Säuren als Siliermittel
Organische Säuren werden zur Verbesserung der Silagequalität eingesetzt, insbesondere unter schwierigen Silierbedingungen, mit Strategien zur Verhinderung der Nacherwärmung von Silagen.
Arbeitssicherheit
Sicherheitsmaßnahmen für den Umgang mit Luprosil®-Produkten umfassen Erste-Hilfe-Maßnahmen und Schutzmaßnahmen bei Operationen mit unverdünnten Produkten und Wassermischungen.
Fazit
Der Leitfaden dient als umfassendes Handbuch für Landwirte, um Herausforderungen bei der Ernte und Lagerung von Futter zu bewältigen und eine hochwertige und hygienische Futterproduktion sicherzustellen.
Produktübersicht und Anwendungen
Luprosil® und seine Varianten werden zur Konservierung verschiedener landwirtschaftlicher Produkte eingesetzt, mit spezifischen Anwendungen basierend auf Zusammensetzung und Korrosivität.
Produktspezifikationen
Die Produkte sind flüssig mit unterschiedlichen pH-Werten und Dichten. Aktive Inhaltsstoffe sind Propionsäure, Ameisensäure, Ammoniak und Propandiol, mit variierenden Prozentanteilen über die Produkte hinweg.
Sicherheit und Handhabung
Luprosil® ist ätzend und kann Metalle korrodieren, was beim Umgang Schutzausrüstung erfordert. NC-Produkte sind weniger korrosiv und als 'reizend' eingestuft.
Konservierungstechniken
Für die Getreidekonservierung wird Luprosil® unverdünnt mittels Förderschnecke appliziert. Gepufferte Produkte wie Lupro-Grain® erfordern aufgrund ihrer höheren Viskosität eine sorgfältige Dosierung.
Energiegehalt
Luprosil®-Produkte sind energiereich, wobei Propionsäure einen signifikanten Energiewert liefert, vorteilhaft zur Vorbeugung von Ketose bei Milchkühen.
Lagerungsempfehlungen
Konserviertes Getreide sollte nicht mit Folie abgedeckt werden, um Kondensation zu vermeiden. Feuchtes und trockenes Getreide sollte getrennt gelagert werden.
Technische Überlegungen
Eine korrekte Kalibrierung der Dosiergeräte ist entscheidend, insbesondere beim Wechsel zwischen Produkten oder bei Temperaturänderungen.
Getreidekonservierungstechniken
Korrosionsbedenken: Lagerbehälter aus Eisenblech oder verzinktem Metall sind anfällig für Korrosion beim Lagern von feuchtem, mit Luprosil®-Produkten behandeltem Getreide.
Getreidekonservierungsverfahren:- Eine Zwischenlagerung nach der Säurebehandlung wird für Getreide mit einem Feuchtigkeitsgehalt von bis zu 18 %.
- Eine säurebeständige Beschichtung oder Auskleidung des Silos wird für einen Feuchtigkeitsgehalt über 18 %.
Verarbeitung von konserviertem Feuchtgetreide: Feuchtgetreide mit bis zu 20 % Wassergehalt kann mit Standard-Hammermühlen verarbeitet werden.
Konservierung von Quetschgetreide: Quetschgetreide sollte unmittelbar nach der Ernte mit Säureprodukten behandelt werden, um es bis zu 12 Monate zu konservieren.
Dosierungsempfehlungen zur Konservierung: Die Applikationsraten für Luprosil®, Lupro-Grain® und Luprosil® NC variieren je nach Feuchtigkeitsgehalt und gewünschter Konservierungsdauer.
Konservierung von betriebseigenem Mischfutter: Luprosil® und Lupro-Grain® helfen, den Verderb durch hohe Feuchtigkeit und mikrobielles Wachstum in Mischfutter zu verhindern.
Stabilisierung von Flüssigfutter: Lupro-Mix® NA oder Luprosil® können Flüssigfutter zugesetzt werden, um Mikrobenpopulationen zu reduzieren und Gärung zu verhindern.
Ansäuerung von Trinkwasser: Die Zugabe von Lupro-Mix® NA zum Trinkwasser hilft, einen für Mikroben feindlichen pH-Wert aufrechtzuerhalten.
Stabilisierung von Raufutter: Lupro-Grain® ist wirksam, um Erwärmung und Nährstoffverluste in der Total-Misch-Ration (TMR) und Heu zu verhindern.
Konservierung von Bierhefe und Treber: Säureprodukte wie Luprosil® werden empfohlen, um Hefezellen sicher abzutöten, ohne Nährstoffverluste.
Konservierung von Molkereinebenprodukten und altem Brot: Dosierungsempfehlungen werden für die Konservierung von Molke, Magermilch, altem Brot und Keksabfällen gegeben.
Futterkonservierung und Ansäuerung: Lupro-Mix® NA, Lupro-Cid® NA und Amasil® NA werden zur Konservierung und Ansäuerung von Futtermischungen für Schweine und Geflügel empfohlen.
Kostenvergleich von Konservierungsmethoden: Das Dokument vergleicht die Kosten der Säurekonservierung mit traditionellen Getreidetrocknungsmethoden und hebt wirtschaftliche Vorteile hervor.
Einsatz von organischen Säuren in Silage: Organische Säuren wie Lupro-Mix® NA und Luprosil® werden als Siliermittel zur Verbesserung der Gärqualität und Lagerstabilität betont.
Produkte zur Silierung: Verschiedene BASF-Produkte werden aufgelistet, die ihre Inhaltsstoffe, pH-Werte und Anwendungen detailliert beschreiben.
Siliermitteltechniken
1. Übergießmethode: Säure-Wasser-Mischungen werden direkt am Silo mit einem Säure-Wasser-Verhältnis von 1:4 aufgetragen.
2. Injektion von Flüssigzusätzen: Die Siliertechnik muss auch bei Zusatzstoffen sorgfältig sein.
3. Vollbehandlung: Das gesamte Ausgangsmaterial wird mit Zusatzstoffen vermischt, um Nacherwärmung zu verhindern und die Gärung zu verbessern.
4. Oberflächen- und Randbehandlung: Zusatzstoffe können den letzten Wagenladungen beigefügt oder auf die Oberflächenschichten gegossen und eingearbeitet werden.
5. Empfohlene Dosen: Die Dosierung variiert je nach Trockenmassegehalt für Mais- und Grassilage.
6. Alternative Zusatzstoffe: Amasil® NA und Lupro-Cid® NA können in kälteren Regionen Ameisensäure ersetzen.
7. Nacherwärmungsbehandlung: Luprosil® wird für Silage empfohlen, die sich erwärmt hat.
8. Konservierung von CCM und Quetschgetreide: Spezifische Applikationsraten werden basierend auf dem Feuchtigkeitsgehalt angegeben.
Arbeitssicherheit:
1. Erste-Hilfe-Maßnahmen: Sofortiges Waschen und ärztliche Konsultation werden bei Kontakt mit Luprosil® empfohlen.
2. Schutzmaßnahmen: Die Verwendung von Handschuhen, Schutzbrillen und Atemschutz ist bei der Handhabung von Luprosil® und seinen Mischungen erforderlich.
3. Größere Unfälle: Bei großen Verschüttungen sind vollständige Schutzanzüge und Atemschutz erforderlich.
4. Handhabung von nicht-ätzenden Produkten: Produkte wie Lupro-Grain® und Amasil® NA sind weniger gefährlich, erfordern aber dennoch Schutzhandschuhe und Schutzbrillen.
Anhang: Listet verschiedene Lieferanten und Hersteller von Dosiersystemen und Schutzausrüstung auf.